DIY,  Erlebnisse,  Inspiration

Leute, die einfach schon alles haben!

Wer kennt sie nicht, die Menschen die schon alles haben oder die, die sich nichts wünschen – die Lieblinge eines jeden Schenkers.
Meistens sind es die Personen, die du schon länger kennst und dadurch jede gute Geschenkidee ausgeschöpft hast. Auf die hoffnungsvoll gestellte Frage „Was wünschst du dir?“, folgt häufig nur ein „nichts“, „Du musst mir nichts schenken“ oder auch ein „Ich brauche nichts“. Hier ist also keine zündende Idee zu erwarten. Außerdem würde der Beschenkte seine Überraschung schon vorab kennen. Das ist zwar nicht schlimm, aber eben manchmal nur halb so schön, wie in ein überraschtes Gesicht zu schauen …vor Freude natürlich, nicht vor Schreck ;).

Was heißt eigentlich „alles“? 

Wahrscheinlich hat er oder sie natürlich nicht alles. Wenn jemand schon alles hat, dann denken wir in der Regel zuerst an Dinge oder Gegenstände, die nützlich sein könnten. Denn keiner möchte etwas schenken, das später in der hintersten Ecke des Kleiderschranks verschwindet (…und ggf. nur rausgeholt wird, wenn du wieder mal vorbeischaust). Meist kommt hinzu, dass auch die „typischen“ Erlebnisse, wie z. B. Quadtour, Heißluftballonfahrt, Massage, Krimi-Dinner, Kochkurs, Wellnesswochenende etc., bereits verschenkt wurden oder nicht zu den Interessen des Beschenkten passen. Wenn der Beschenkte jetzt nicht spontan eine neues Hobby findet, gestaltet sich der Fall also wirklich schwierig.

Her mit den neuen Interessen!

Warum auf ein neues Hobby warten, wenn dabei etwas nachgeholfen werden kann? Wie häufig befindet man sich selbst im Alltagstrott und nimmt sich nicht die Zeit etwas Neues auszuprobieren …man möchte ja mal, aber nur was, wann und wo? Es muss ja nicht unbedingt gleich ein neues Hobby werden, das jedes Wochenende füllt. Doch etwas Neues auszuprobieren und der Blick über den Alltags-Tellerrand, schaffen häufig ein gute Gefühl und tragen vielleicht auf langer Sicht dazu bei, ein neues Hobby zu entdecken. Somit wäre auch die Sache mit den nächsten Geschenken gelöst.

Jetzt stellt sich die Frage, wo können neue Dinge ausprobiert werden?

1. Ab zur VHS

Mein erster Tipp ist die Volkshochschule. Hier gibt es eine sehr große Auswahl an Kursen – von Mundharmonika spielen, über den Chinesisch-Einsteigerkurs für das Wochenende bis hin zum Makramee knüpfen.
Auf der Website der VHS kannst du direkt den passenden Ort auswählen und dir alle verfügbaren Kurse anzeigen lassen. Oder, falls du es eingrenzen möchtest, nutzt du die erweiterte Suche und kannst vorab nach Themenfeldern suchen, die zum Beschenkten passen, wie z. B. Kultur, Gesundheit und Sprachen. 

Jetzt kannst du entweder einen Wert-Gutschein bei deiner Volkshochschule vor Ort kaufen und das ganze ansprechend verpacken. Oder du bastelst selber einen Gutschein passend zum Kurs. Hierzu nochmal mehr am Ende des Beitrages. 

2. Neue Ziel und Träume finden
Um neue Ziele und Träume zu entdecken,  finde ich Vorträge über Reisen, Expeditionen oder andere mehr oder weniger waghalsige Abenteuer sehr inspirierend. Zum Beispiel habe ich einen tollen Erfahrungsbericht über die Reise mit der Transsibirischen Eisenbahn gehört. Hier saßen wir in kleiner Runde, es konnten fragen gestellt werden und ich hätte mich im Anschluss am liebsten gleich auf die Reise begeben. 😀 
Ob mit dem Rad über die Alpen oder das nächste Micorabenteuer vor deiner Tür,  die Themen sind wahrscheinlich unendlich. Du kannst dir überlegen, was zum Beschenkten am meisten interessieren könnte. Dabei finde ich es persönlich aber gar nicht so wichtig, dass das Thema zu 100 % passt. Vielmehr geht es darum, etwas Neues kennenzulernen… und wer weiß, vielleicht ist das Thema des Vortrags der Anlass für die nächste (gemeinsame) Reise. 
Woher bekommst du jetzt die Ideen? Reise-Vorträge kannst du z. B. über diverse Stadtmagazine finden (liegen meist in Cafés und Restaurants aus), Webseiten mit den Events in deiner Nähe können ebenfalls hilfreich sein oder du schaust direkt auf die Webseiten eines Reiseveranstalters. 
Hier schlägst du zwei bis drei Fliegen mit einer Klappe. 😉 
  • Ihr könnt die Veranstaltung gemeinsam besuchen und habt ein schönes, gemeinsames Erlebnis über das ihr euch austauschen könnt
  • ihr könnt euch ein paar Stunden aus dem Alltag träumen
  • ihr findet evtl. eine Idee für die nächste Unternehmung oder Reise
3. Do it Yourself 

Schenken muss nicht immer mit viel Geld verbunden sein. Dabei geht es in diesem Fall weniger darum, dem anderen etwas Selbstgebasteltes zu schenken, sondern mit ihm oder ihr gemeinsam eine neue Fähigkeit zu lernen. Alternativ kannst du ihr oder ihm auch etwas beibringen, das ihm oder ihr hilft. Das klingt noch ganz schön wage für dich? Kein Problem, lass es mich dir an zwei Beispielen erklären.

Du hast z. B. eine sehr kreative Freundin, die gern bastelt, malt oder sich sonst kreativ austobt. Doch hat deine Freundin wirklich schon alles ausprobiert? Ich würde jetzt mal behaupten, wahrscheinlich nicht. 😉  Besonders neue Bastel-Trends kommen regelmäßig auf den Markt. Wenn Sie gern zeichnet wäre z. B. Watercoloring/Aquarelmarlerei etwas für Sie. Hier könntest du einen Gutschein für einen gemeinsamen Bastelnachmittag erstellen und dir ein Einsteiger-Motiv aussuchen (YouTube bietet eine Vielzahl an Ideen – Stichwort: Anfängermotiv Watercoloring). Dann noch die benötigten Utensilien (Farben, Papier und 2-3 Pinsel) dazu gepackt und es wird eine runde Sache.   

Falls du dir unsicher bist, was deine Freundin interessieren könnte. Habe ich noch einen Vorschlag für dich. Denn mir ging es genau so. Hier habe ich drei Gutscheine  für drei unterschiedliche DIYs gebastelt.  Zur Auswahl standen Arbeiten mit Modelliermasse, Häkeln lernen und das besagte Watercoloring. Auf dem jeweiligen Gutschein war dann aufgeführt, was für das jeweilige DIY benötigt wird und was damit als Anfänger erstellt werden kann (z. B. Schal häkeln, Lichthaus aus Modelliermasse, Weihnachtskarte mit Aquarellmotiv). Die Freundin durfte sich dann einen Gutschein aussuchen und wir sind gemeinsam die Materialien einkaufen gegangen und dann konnte es auch schon los gehen. 

Das war jetzt ein Beispiel, bei dem ihr beide gemeinsam etwas Neues kennenlernen könnt. Doch du kannst auch etwas deiner Freundin oder deinem Freund beibringen, das ihr weiterhilft. Zum Beispiel versucht dein Freund seine Nahrung auf vegan umzustellen oder sich gesünder zu ernähren. Dann könntest du z. B. drei einfache vegane Rezepte aussuchen, die einfach zuzubereiten sind. Das kann ihm/ihr besonders in der harten Anfangszeit unterstützen. Die Rezepte und die benötigten Zutaten könntest du dann in ein Korb zusammenpacken und schon du hast ein individuelles Geschenk, das dem anderen nützt. Zusätzlich kannst du natürlich anbieten, die Rezepte zusammen zu kochen. 

 

Ein Gutschein? Das sieht so wenig aus. 

An den letzten zwei Beispielen siehst du, ein Gutschein muss nicht ein nackiges Stück Papier mit einem Eurobetrag sein. Hier sind der Kreativität praktisch keine Grenzen gesetzt. Es muss aber nicht immer super ausgefallen sein. So kannst du z. B. bei einem Gutschein zu einem Reisevortrag ein paar Köstlichkeiten (z. B. Wein, Gebäck, …) passend zum Land mit dazu packen. Das zeigt dem Beschenkten, dass du dir Gedanken gemacht hast. 

Weitere Ideen, wie man einen Gutschein ansprechend verpackt, findest du im Beitrag »Gutschein als Geschenk?«.

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